Die Diagnose niedriger AMH löst eine vorhersehbare Kette aus. Die Kinderwunschklinik nennt eine Zahl. 0,8. 0,5. 0,3. Dann folgt der Satz, der sich einbrennt: „Für Ihr Alter zu niedrig.“
Was dann passiert, folgt einem Muster, das fast jede Frau mit niedrigem AMH kennt: Innerhalb weniger Tage steht ein Supplement-Stack. CoQ10 für die Mitochondrien. DHEA für die ovarielle Reserve. Vitamin D für die Hormonbalance. Folsäure sowieso. Omega-3. Vielleicht noch Selen, Zink, Vitamin E. Alles als Kapsel. Alles separat. Morgens 3 Kapseln, mittags 2, abends 2.
Dann kommt die nächste Punktion. Oder der nächste natürliche Zyklus. Und das Ergebnis ist das gleiche: wenige Eizellen, mäßige Qualität, keine Befruchtung — oder eine, die nicht hält.
Die Frage, die selten jemand stellt: Wenn die Nährstoffe richtig sind — warum verbessert sich die Eizellqualität nicht?